9 Alternativen zum Raspberry Pi

Trim Slice ARM-Rechner

Eigentlich ist der Raspberry Pi ja konkurrenzlos, oder doch nicht? Getreu dem Motto "auch andere Mütter haben hübsche Töchter" werfen wir einmal einen Blick über Tellerrand und schauen uns alternative Produkte auf Basis von ARM-Prozessoren an. Eines können wir gleich vorweg nehmen: So viel Rechner für so wenig Geld bietet nur der Raspberry Pi. Je nach Einsatzzweck und eigenem Gusto lohnt es sich aber durchaus einen Blick auf andere ARM-basierte Rechner zu werfen, denn eines wird klar: Die bereits heute in mehreren Milliarden Endgeräten verbauten ARM-Rechenkerne werden immer beliebter, die Einsatzzwecke vielfältiger und die Erfahrung in der Entwicklung von Hard- und Software für darauf basierende Produkte immer wichtiger und wertvoller.

Trim-Slice

MIt dem Trim-Slice bietet der israelische Hersteller CompuLab einen kompletten ARM-basierten Rechner im Miniformat an. Je nach Modell ist dies ein Barebone, oder er ist mit einer SD-Kart, SSD- oder 2,5"-SATA-Festplatte ausgestattet. Einen in Deutschland ansässigen Distributor gibt es derzeit noch nicht. Wer Interesse hat, müsste über einen Distributor in der Schweiz oder in Großbrittanien gehen.

  • NVidia Tegra 2 Dual-Core ARM Cortex A9 Prozessor, 1 GHz
  • 1 GB RAM
  • 1 SD Slot
  • 1 MicroSD Slot
  • 1 interner SATA Anschluss und 2,5" Einbauplatz
  • 1 GB Ethernet
  • 802.11n WLAN
  • Bluetooth
  • 1 HDMI 1.3 Ausgang
  • 1 DVI-D Ausgang (Dual-Head)
  • Line-in, Stereo-out, 5.1 S/PDIF
  • 4 USB 2.0
  • 1 USB Geräteport
  • 1 RS232
  • JTAG, 2 UART, SPI
  • Preis: Ab ca. GBP 192,- zzgl. 20% Umsatzsteuer, Versand und ggf. Einfuhrzoll (bei Lieferung aus Großbrittanien)

Cotton Candy

FXITech Cotton CandyDer Cotton Candy von FXITech ist ein Computer im Format eines USB Sticks, doch lässt sein kleines Äußeres keinen Rückschluss auf die durchaus beachtlichen technischen Daten zu. Über ein USB-Netzteil kann er direkt an ein HDMI-Ausgabegeräte angesteckt werden, oder man steckt ihn in einen frien USB-Slot seines Rechners oder Notebooks ein. So kann man gewissermaßen zwei Systeme gleichzeitig an seinem Rechner betreiben.

  • Mali 400MP: Quad-Core ARM Cortex-A9, 1,2 GHz
  • OpenGL ES 2.0, 30 Millionen Dreiecke / s, 1,2 GPixel / s
  • 1 GB RAM
  • 1 MicroSD Slot
  • 1 HDMI 1.3a
  • 1 Micro-USB 2.0 Port
  • 1 männlicher USB 2.0 Stecker zum Anschluss an Stromversorgung / Geräte die USB Massenspeicher unterstützen
  • 802.11 g / b / n WiFi
  • Bluetooth 2.1 + EDR
  • Preis: €189,- zzgl. Steuern und Versand

CuBox

SolidRun CuBoxDie CuBox von SolidRun ist als Software-Entwicklungsplattform konzipiert. Der kleine glänzende Würfel aus Kunststoff bietet dicht gedrängt alle notwendigen Schnittstellen und überzeugt auch durch seine inneren Werte.

  • Marvell Armada 510: Dual-Core ARM-v7, 800 MHz
  • 1 GB RAM
  • 1 MicroSD Slot
  • OpenGL ES 2.0
  • 1 HDMI
  • 1 Gigabit Ethernet
  • SPDIF Anschluss
  • 1 eSATA Port
  • 2 USB 2.0 Ports
  • 1 Micro-USB (Konsole)
  • Infrarot-Empfänger für Standard-Fernbedienungen (38 kHz)
  • Preis: €99,- zzgl. Versand inkl. 2 GB Micro-SD mit Ubuntu Linux

PandaBoard ES

PandaBoard ESWie beim Raspberry Pi handelt es sich beim PandaBoard ES um einen Einplatinencomputer ohne Gehäuse. Das Projekt wird von Freiwilligen beteut und von Texas Instruments unterstützt.

  • TI OMAP4460: Dual-Core ARM Cortex-A9 mit 1,2 Ghz
  • PowerVR SGX540 GPU mit OpenGL ES 2.0
  • 1 GB RAM
  • 1 SD / MMC Slot
  • 1 HDMI 1.3
  • 3,5mm Audio in/out
  • 1 DVI-D Anschluss, der als HDMI ausgeführt ist und daher einen HDMI auf DVI-D Adapter benötigt und ein zweites Display ansteuern kann
  • LCD Erweiterungs-Anschluss, DSI Support
  • 10/100 MBit Ethernet
  • 802.11 b/g/n WLAN
  • Bluetooth 2.1 + EDR
  • 1 USB 2.0 Geräte-Port
  • 2 USB 2.0 Host-Ports
  • GPIOs für I2C, GPMC, USB, MMC, DSS, ETM
  • Kamera Anschluss
  • Debugging über JTAG, UART / RS-323, 2 Status-LEDs, 1 GPIO Button, on-board Boot-Schalter
  • Preis: ca. €153,- inkl. Zoll, Gebühren und Versand

BeagleBoard-xM

BeagleBoard-xMDas BeagleBoard-xM kann man gewissermaßen als kleinen Bruder des PandaBoard betrachten. Das Projekt wurde von Enthusiasten ins Leben gerufen, von denen einige bei Texas Instruments arbeiten. Daher fiel die Wahl auch auf einen ARM-Prozessor aus dem Hause TI.

  • TI OMAP 3530: ARM Cortex-A8 mit 1 GHz
  • 512 MB RAM
  • PowerVR SGX mit OpenGL ES 2.0 Grafik mit bis zu 20 Millionen Dreiecken / s
  • TMS320C64x+ DSP für Signalverarbeitung bis zu 430 MHz
  • 1 DVI-D Anschluss
  • 1 S-Video Ausgang
  • Stromversorgung über USB
  • 1 MicroSD Slot
  • Stereo Audio in/out
  • RS-232 Header
  • JTAG
  • GPIO für I2C, I2S, SPI MMC/SD
  • Kamera Header
  • 4 Port USB 2.0 Hub
  • 10/100 MBit Ethernet
  • Preis: ca. €123,- inkl. 4 GB MicroSD Karte mit Angstrom Linux, Zoll, Gebühren und Versand

Overo COM

gumstix Overo COMDie Overo COM Serie aus dem Hause gumstix ist ein sehr kleines minimales Prozessormodul. Dieses ist durch aufsteckbare Overo Expansion-Boards um Schnittstellen erweiterbar. Die Preise in den USA starten für ein Overo Sand COM-Modul bei $115,- für einen OMAP3503 Prozessor mit 256 MB RAM (Cortex-A8, 600 MHz) und gehen bis zu einem OMAP3530  mit POWER SGX GPU, DSP, 600 MHz, 512 MB RAM und 512 MB Flash für $229,-.

Dazu kommen dann ggf. noch die Kosten für Expansion Boards. Diese sind mit Funktionalitäten wie USB, DVI / HDMI, GPS, LCD / Touchscreen Interface, Netzwerkschnittstellen, Mikrocontrollern für Robotik und selbst zur Clusterung für 7 Overo COMs erhältlich.

ARM Development Kits

Diverse Hersteller von ARM-basierenden Prozessoren und Drittherstellern bieten auch eigene Entwicklungs und Evaluierungs-Kits an. Diese bestehen dann aus einem entsprechenden Board und teils auch einem TFT-Display (teils mit Touchscreen-Funktion). Hier gehören dann häufig auch vorgerfertigte Software-Entwicklungs-Kits (SDKs) und Beispielquellcodes zum Lieferumfang.

Weitere Informationen erhält man u.a. hier:

ARM-basierte Tablet PCs

ARCHOS 101 G9 ICS Der vom Apple iPad losgetretene Trend zum Tablet hat zu einer Vielzahl günstiger ARM-basierter Geräte auf dem Markt geführt, die von Haus aus mit Googles Android-Betriebssystem ausgestattet sind. Bei Geräten des Tablet-Herstellers ARCHOS hat man die Wahl ein Android- oder Angström-Linux zu installieren und zu booten. Letzteres ist eine auf Entwickler ausgelegte Distribution.

  • Liste unterstützter ARCHOS Geräte für den Einsatz von Angström Linux (englisch)
  • Daten des aktuellen Topmodells ARCHOS 101 G9 Turbo ICS
    • OMAP 4 Prozessor: Dual-Core ARM Cortex-A9 MP mit 1,5 GHz
    • 1 GB RAM
    • OpenGL 2.0 ES-fähig
    • 8 GB Flash oder 16 GB Flash oder 250 GB Festplatte
    • 10,1" Multitouch-Display 1280x800 Pixel
    • WiFi 802.11 b/g/n
    • Bluetooth 2.1 + EDR
    • 720p Kamera
    • MicroSD Slot
    • 1 USB 2.0 Slave Port
    • 1 USB 2.0 Host Port
    • Kompass, Lagesensor, Mikrofon, Lautsprecher
    • HDMI
    • Preis: UVP von €299,99 bis €379,99 inkl. Steuer

CUDA auf ARM Entwicklerkit

NVIDIA CARMA Entwicklungskit für CUDA auf ARMDer vornehmlich für seine Grafikkarten bekannte Hersteller NVIDIA ist mit seinen Tegra-Prozessoren seit einiger Zeit auch im Markt für ARM-SoCs vertreten. Sie vereinen ARM-Rechenwerke mit mobilen GPUs von NVIDIA. Moderne GPUs werden heute zunehmend auch in Forschung und Entwicklung auch in Supercomputern als leistungsstarke Rechenknechte eingesetzt. Gerade hier kommt es im Betrieb auf Energieeffizienz an, die maßgeblich die laufenden Kosten bestimmt. Der Tatsache, dass aktuell bereits z.B. in Barcelona Supercomputer entwickelt werden, die auf der Kombination aus ARM und GPU aus dem Hause NVIDIA basieren trägt NVIDIA mit einem speziellen Entwicklerkit, kurz CARMA genannt, Rechnung.

Basis ist der hauseigene Tegra 3 Quad-Core ARM A9 Prozessor, dem eine NVIDIA QuadroTM 1000M Karte mit 96 CUDA Kernen zur Seite steht. Beide verfügen über je 2 GB dedizierten RAM und sind über einen PCI-Express-x4-Bus verbunden. Das Baord bietet zusätzlich Gigabit-Ethernet, SATA, 3 x USB 2.0, HDMI und DisplayPort.

Neben einem Ubuntu Linxu Derivat liegt dem Kit auch das CUDA Tool Kit bei. CUDA ist eine Programmierbibliothek von NVIDIA, die es erlaubt die Rechenwerke auf ihren Grafikkarten für Berechnungen in eigenen Programmen zu nutzen. Das CARMA-Board ist somit ein Einstieg in die Entwicklung energieeffizienter und leistungsfähiger Anwendungen im High-Performance-Computing (HPC). Seine Leistung liegt bei maximal 270 GFlops bei einfacher Rechengenauigkeit.

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Best is to use a small Intel-compatible notebook PC, if power consumption is not an issue.

 

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