Am 29. Feburar sind viele von uns früher aufgestanden, haben am Internet gehangen und lange Gesichter gemacht, als die ersten möglichen Vorbestellungen die Technik in die Knie zwangen. Mittlerweile ist die Massenproduktion längst im Gange und es gab so viele Vorbestellungen, dass noch immer nicht alle versorgt sind. Die Wartezeit haben manche im Real Life verbracht, andere haben ihrem Ärger und Frust in Blogs und Foren freien Lauf gelassen. Wieder andere jedoch haben die Ärmel hochgekrempelt und sich ie Wartezeit damit versüßt sich mit chinesischen Lieferanten und Herstellern herumzuschlagen.
Ein solcher User ist auch der geistige Vater des Gooseberry (Stachelbeere), der gewissermaßen ein großer Bruder des Raspberry (Himbeere) sein soll. Er ist ebenfalls ein Einoplatinencomputer, verzichtet aber auf nach außen geführte Signalpins (GPIOs) für Elektronik-Tüftler. Dafür gibt es mehr Leistung, mehr RAM und den einen oder anderen Anschluss, den die Pi Modell A und B nicht haben.
Der Gooseberry im Überblick:
- CPU: AllWinner A10, 1GHz
ARM Cortex A8 Dual-Core mit bis zu 1,5 GHz - MALI-400 GPU, 400MHz
OpenGL ES 1.1 und 2.0, OpenVG 1.1 - 512 MB RAM
- 4 GB Flash
- MicroSD Slot
- 802.11 b/g/n Wireless Netzwerk
- Kopfhörer- und Mikrophon-Anschluss (Mini-Klinke)
- HDMI
- MiniUSB
- Buttons für lauter, leiser und Power
- LVDS-Anschluss
Aktuelle soll Android 2.3 mitgeliefert sein. Android 4 ist aber wohl ebenso einfach zu installieren und da die Prozessorarchitektur neuer ist als die des Pi, läuft auch Ubuntu auf dem Gooseberry. Als Preis sind 40 britische Pfund / $63 US angedacht, dazu kommen Steuern, Versand, etc. Um den Bedarf besser einschätzen zu können wird darum gebeten, per Blog-Kommentar Interesse zu bekunden und dabei das eigene Land anzugeben. Die erste Testcharge von 10 Exemplaren ist bereits ausgeliefert worden.


4 Kommentare
diese Jugend
Von daVirus -
Und da sage nochmal einer die heutige Jugend lebt zu Ungesund, was wollt ihr noch? Wir haben Himbeeren und Stachelbeeren! Brombeeren und co werden sicher nich lange auf sich warten lassen.
@diese Jugend
Von ErdBär -
Bald gibt es noch Boysenberry, Jostaberry und Elderberry. Wahrscheinlich werden cluster auch Ribis (Johannisbeeren) genannt. Ich komme mir vor wie im Garten.
Von hier aus ist auch nicht
Von Alexander Langer -
Von hier aus ist auch nicht mehr weit bis zu den Chuck Berrys und den Halle Berrys...
Beim Gooseberry handelt es
Von Alexander Langer -
Beim Gooseberry handelt es sich übrigens nicht um ein eigenständiges Design. Das Board ist in exakt dieser Form bereits in Tablets im Einsatz. Es handelt sich also gewissermaßen um ein Tablet ohne Display und Gehäuse.
Aus diesem Grund gibt es auch keine RJ45-Netzwerkbuchse und nicht mehr USB-Anschlüsse. Die Gooseberry-Jungs hoffen das gute Stück auch in größeren Stückzahlen liefern zu können. Dazu muss ein Vorbestell-System eingerichtet werden. Vorbestellungen in diesem sollten zu Auslieferungen nach 2-4 Wochen führen.
Das Gooseberry Board wird mit einem Netzteil ausgeliefert, dieses hat derzeit aber nur einen Netzstecker englischen Formats. Die Lieferung innerhalb der EU soll 2,70 britische Pfund kosten und bezahlt werden kann zunächst ausschließlich via Paypal für ein Board pro Person.