Gerade die älteren Semester werden sich noch an das Zeitalter der Arcade-Spiele erinnern. Unser Kleingeld landete zuhauf in Spielautomaten, die wie selbstverständlich überall herumstanden. Nachmittage und Abende verbrachen wir an Spielen wie PacMan, Space Invaders, Galaga u.v.a.m. Niemand weiß genau wieviele Joysticks und Gamepads durch Arcade-Spiele an unseren Homecomputern und Konsolen wie dem C-64 oder dem Atari 2600 ihr Leben lassen mussten.
Als Reminiszenz an diese Zeit arbeiten Paul Beech und Jon Williamson nun schon eine Weile an einem Arcade-Automaten-Gehäuse für den Raspberry Pi. An passender Software herrscht kein Mangel, denn all die Klassiker gibt es kostenlos in Form von Emulatoren für den Pi zum Herunterladen. Zum richtigen Arcade-Automaten-Feeling fehlt eben nur noch der richtige Automat. Paul und Jon sind nicht ganz unbekannt in der Raspberry Pi Szene. Beide zeichnen als Pimorino Ltd für das PiBow-Gehäuse verantwortlich. Von dem laut Gizmodo "bestaussehendstem Pi-Gehäuse aller Zeiten" haben sie nach eigenen Angaben bereits über 15.000 Stück verkauft.
Prototypen ihres Automaten-Gehäuses "Picade" gibt es bereits. Um die Serienfertigung anzugehen wird allerdings zusätzliches Startkapital benötigt. Dieses organisieren sie sich gerade über die Crowdsourcing-Plattform Kickstarter. MIt noch verbleibenden 24 Tagen sind bereits über 46.000 Pfund zusammen gekommen, womit das Minimalziel von 32.786 Pfund bereits deutlich überschritten ist.
Angedacht ist - neben einigen Gimmicks - der Bau zweier Picade-Versionen:
Picade Mini:
- min. 8" Bildschirm
- min. 800 Pixel Breite
- min. 4 Buttons
Picade Full:
- min. 12" Bildschirm
- min. 1024 Pixel Breite
- min. 6 Buttons
Beide Versionen:
- Joystick
- integrierter Verstärker und Lautsprecher
- alle benötigten Teile und Kabel
- Emulatoren, Treiber
- Anschlüsse an der Rückseite
- 3,5mm Kopfhörer-Buchse
- Video-Eingang (Picade nutzbar als ext. Monitor für PC oder Notebook)
Das Picade bleibt dabei erweiter- / hackbar. So sind die Buttons beispielsweise beleuchtbar. Die Schaltung erfolgt über die GPIOs des Pi und ist damit offen programmierbar für jedermann. Auch ist angedacht statt eines Pis ein Beagleboard, Pandaboard oder ein MiniITX-Board verwenden zu können.
Die Produktion soll im Februar 2013 starten. Kickstarter-Geldgeber sollen im Anschluss beliefert werden, ehe der reguläre Verkauf startet.


8 Kommentare
Das hat einen RIESEN Will
Von bed -
Das hat einen RIESEN Will haben Faktor!
Bin sehr gespannt!
Da werden Erinnerungen wach
Interessant
Von Rassy 3.1416 -
Ja da bleibt dann nur noch die Frage nach dem Geld offen. Weiß jemand zufällig was das so ungefähr kosten würde? Meineswissens sind Bildschirme nicht billig..., Vom Rest ganz zu schweigen
Preise kannst du aus den
Von Alexander Langer -
Preise kannst du aus den Paketen im Kickstarter-Projekt ableiten. Schließlich können sie das Projekt ja nicht finanzieren, wenn sie den Finanzierern die Hardware unter Wert zuschicken.
Also ich habe mir die 32
Von bed -
Also ich habe mir die 32 Pfund Option gesichert.
Die passenden Taster, LCD Panel und der Rest kann doch nicht soooooo teuer sein ?
Wo ist der Smilie?
Von bed -
Wo ist der Smilie?
Hallo,
Von pofoklempner -
Hallo,
ich habe gestern in Hamburg den Picade-Automaten für den iPad für 99,- bei Saturn kaufen können. Es ist 1:1 die gleiche Maschine wie im Video, also links der Joystick und rechts 6 Drückknöpfe. Es geht also nur um die Anpassung des Raspi an die Picade. Der bisher überall veröffentlichte Text sagt aber ganz was anderes. Ich werde nachher im I-Net sehen, ob es dazu schon Unterlagen gibt.
Nachsatz: Nach langem Suchen habe ich nun doch die Maschine gefunden. Hier der Link für alle Fans
http://www.coolstuff.de/ION-iCade-Gehause?gclid=CMjuneS37bMCFdHDzAodfgIAtQ .
Wer aber lieber eine Arcade-Maschine will, die mit dem iPhone funktioniert, der sollte den folgenden Link nehmen http://www.coolstuff.de/Arcadie-furs-iPhone .
Nun braucht nur noch jemand die Softwareanpassung für den Raspi machen.
MfG Pofoklempner
Verstehe deinen Punkt nicht.
Von Alexander Langer -
Verstehe deinen Punkt nicht. Du behauptest das sei das gleiche wie das Picade, aber das ist doch Blödsinn. Fürs iCade brauche ich ein iPad, das ich einstecke und das als Display genutzt wird, für das Arcadie gilt selbiges fürs iPhone. Das iCade ist auch wegen Maßen und Dock-Anschluss nur für iPad und iPad 2, das Arcadie vermutlich auch nicht fürs iPhone 5.
Das Picade enthält das LCD-Panel bereits, denn bekanntlich hat der Pi keines.
Wenn ich eines der von dir aufgeführten Geräte inkl. des notwendigen iPad oder iPhone besitze, was soll da "nur noch jemand die Softwareanpassung für den Raspi machen"? Den brauche ich dann nicht und kann ich dann auch nicht gebrauchen. Ich schließe den Pi ja auch nicht ein ein Auto an, um Auto fahren zu können.
Hallo Alexander,
Von pofoklempner -
Hallo Alexander,
das mit dem Bildschirm habe ich so nicht gesehen, Du hast aber Recht. Damit ziehe ich meinen Beitrag mit dem Ausdruck des Bedauern zurück, denn für ein fast nacktes Gehäuse ist der Preis maßlos übertrieben, auch wenn die Steuerung beim großen Modell per Bluetooth erfolgt. Mich hatte vor allem die Ähnlichkeit der Lösung verblüfft.
MfG Pofoklempner