Produktionsfehler beim Raspberry Pi

Röntgenbild der falschen Buchse. Wie man sieht: Keine Magnete!

Während die 10.000 glücklichen Besteller auf die heißersehnte Lieferung ihres Raspberry Pi warten, hat die Stiftung damit zu kämpfen auch dem letzten Fehlerteufel den Garaus zu machen. Vor vier Tagen wurde ihnen bekannt, dass die Herstellerfirma in China falsche Netzwerkschnittstellen verbaut hat. Die verwendeten RJ45 Jacks beinhalten keine sog. Überträger, die der Signaltrennung und Symmetrierung dienen. Nach eingehender Prüfung, ob nicht noch weitere Teile des Pi betroffen sind, wurde die entsprechende Info heute veröffentlicht.

Wie es aussieht betrifft der Fehler aber wirklich nur dieses eine Bauteil. Der Hersteller hat unterdessen die Umrüstung der bereits produzierten Boards (falsche RJ45-Buchse auslöten, neue einsetzen) so gut wie abgeschlossen. Mit der Hilfe von der Lizenznehmer Premier Farnell und RS Components ist man nun fierberhaft dabei schnell in ausreichender Anzahl Ersatz zu besorgen (und die nicht benötigten falschen Bauteile loszuwerden).

Überträger (engl.: pulse transformers, magnetics) gibt es auch als separate Bauteile, doch da die Buchsen mit integriertem Überträger einfacher / auf weniger Fläche zu verbauen und mittlerweile ähnlich kostengünstig sind, werden diese bevorzugt und auf die Verwendung eben dieser Combo-Buchsen ist das Boarddesign nunmal ausgelegt.

Entdeckt wurde der Fehler von Peter Lomas, der den Pi mitdesignt hat. Dazu lötete er einen der Jacks aus und packte ihn in ein Röntgengerät.

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