Wochenrückblick KW 20: Raspbmc, Kameras und ein Experimentierkit

Externe digitale Kamera angeschlossen am Raspberry Pi

So, was tat sich also in der KW 20 Bewegendes in der Welt des Raspberry Pi? Fangen wir doch mit der Media Center Distribution Raspbmc an, denn..

Raspbmc ist in der Beta-Phase

Sam Nazarko ist überzeugt genug von der Stabilität seiner XBMC-Distribution Raspbmc für den Raspberry Pi, dass er sich entschieden hat eine öffentliche Beta-Phase zu starten. Dies erlaubt einer möglichst breiten Benutzerbasis sich einen Eindruck vom Status des Projekts zu verschaffen, Fehler aufzudecken und Feedback zu geben. Das gezippte Archiv ist hier als Download verfügbar. Um es einzusetzen wird eine wenigstens 2 GB große SD Speicherkarte benötigt.

Das Brennen auf die SD Karte muss man noch selbst erledigen. Erst wenn das Projekt offiziell stabil ist wird es ein Installationsprogramm geben, dass diese Aufgabe dem Benutzer abnimmt.

expEYES - Eine offene Plattform für Hardwareexperimente

Von der Universität Neu-Delhi kommt expEYES, "experiments for Young Engineers and Scientists". Dabei handelt es sich um ein bereits existierendes Hardwareexpermientiersystem, dessen nächste Version derzeit an den Raspberry Pi angepasst wird. Die Plattform ist darauf ausgerichtet praktischen EInstieg in Elektronik und Physik zu ermöglichen. Aktuell sind bereits 50 verschiedene Experimente für expEYES verfügbar.

Die Plattform verfügt über 12 Bit analoge Ein- und Ausgabe, digitale Ein-/Ausgabe, mikrosenkundengenaue Zeitmessung und weitere Features, die über ein Programminterface in der Sprache Python angesprochen werden. Mit dem mitgelieferten Zubehör sind Experimente z.B. zur Messung von Induktivität, der Leitfähigkeit von Wasser, der Messung von Gravitation, u.v.a.m. möglich.

Dr Ajith Kumar arbeiten derzeit darauf hin die Hardwarekosten noch unter die ursprünglich angepeilten $25 drücken zu können. Das Board wird über USB angeschlossen, kann aber auch über die GPIO Pins des Pi kommunizieren. Als Mikrocontroller kommt ein ATmega32-16PU zum Einsatz (8 Bit, 2 KB RAM, 1 KB EEPROM, 32 KB Flash, 16 MHz, 32 I/Os).

Kameramodul für den Raspberry Pi

Während der Niederländer Gert noch dabei ist die Produktion der Erweiterungsplatine Gertboard zu planen, arbeitet er mit anderen Entwicklern wie Naush und JamesH (so deren Usernamen im offiziellen Raspberry Pi Forum) an einem Kameramodul für den Pi, welches über die CSI-Pins direkt an den Grafikprozesor des Broadcom-Chips angeschlossen wird. Derzeit existiert das Modul als Prototyp und soll später im Jahresverlauf in die Produktion gehen. Der Endpreis ist derzeit noch nicht bekannt, sicher ist aber, dass das im Prototypen verbaute 14 Megapixel-Exemplar sicher einer günstigeren Kamera mit geringerer Auflösung wird weichen müssen. Nach aktuellem Stand wird das Modul wohl um die 5 MPixel haben. Möglich sein wird damit auch die Aufnahme von HD-Videos.

Dazu wird das Modul vollständig GPU-beschleunigt um Videos h.264-kodieren zu können. Die erforderlichen Lizenzgebühren für Broadcom werden über den Kaufpreis des Moduls abgegolten werden.

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