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ChromeOS für den Raspi

 

Hallo,

"Der Standard.at" hat mitgeteilt, dass eine abgespeckte Version des ChromeOS für die Anwendung auf dem Raspberry Pi in Entwicklung ist. Der komplette Text ist unter

http://derstandard.at/1339638535618/Open-Source-ChromeOS-fuer-Billigrechner-Raspberry-Pi-in-Entwicklung

zu finden. Hier soll ein Ausschnitt genügen:

"ChromeOS für Billigrechner Raspberry Pi in Entwicklung"

21. Juni 2012, 10:57

 

Googles Betriebssystem soll künftig auch offiziell den 35-Dollar-Computer unterstützen

Mit dem Raspberry Pi will die dahinter stehende Non-Profit-Organisation demonstrieren, wie kostengünstig man mittlerweile voll funktionstüchtige Computersysteme herstellen kann - und so auch ganz gezielt zum Experimentieren einladen. Die ersten Reaktionen auf diese Initiative zeigen, dass dieses Konzept aufzugehen scheint, aufgrund des großen Andrangs ist es derzeit gar nicht so einfach an ein solches Stück Hardware zu kommen.

MfG Pofoklempner

 

 

 

 

 

 

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Ich bin da skeptisch, was die

Ich bin da skeptisch, was die Praxistauglichkeit angeht. Nicht speziell auf den Pi bezogen (der aber mit seinen geringen Ressourcen die Ausführung nicht eben beschleunigen dürfte), sondern was das Gesamtkonzept angeht. ChromeOS / Chromium ist ja im Grunde ein Betriebssystemkernel auf dem recht direkt ein Webbrowser läuft. Auf dem Ding laufen nur Webanwendungen - vorzugsweise aus dem Zoo von Google, d.h. d.h. ein Großteil der Funktionalität wird in JavaScript zur Laufzeit ausgeführt.

Zusätzliche ABstraktionsschichten kosten Performance. Die Situation beim Pi ist zudem, dass die derzeitigen USB-Treiber nicht optimiert sind, der Netzwerkzugriff (egal ob über onboard oder WLAN-Stick) aber in jedem Fall über USB läuft. Hier geht also auch nochmal Performance flöten und das bei webbasierten Anwendungen die dauernd nach Hause telefonieren, weil ja alles über "die Cloud" läuft.

P.S.:
Für mich ist "die Cloud" auch ein Kandidat für das Unwort des Jahres, obwohl ich damit wohl schon ein paar Jahre zu spät komme ;)

P.P.S.:
Die aktuellen Chromebooks haben einen Intel Atom N570 und 2 GB RAM, d.h. ein Dual-Core mit 1,66GHz und 8x soviel Hauptspeicher wie ein Pi.
 

Für mich ist "die Cloud" auch

Für mich ist "die Cloud" auch ein Kandidat für das Unwort des Jahres, obwohl ich damit wohl schon ein paar Jahre zu spät komme

 

Also die Cloud hat schon Vorteile. Doch bei Linux leider nicht. Wenn jemand eine Firma gründet und wenig Geld hat, nimmt man Software in der Cloud und bezahlt jeden Monat was. Dafür braucht keine Software für x Tausend € kaufen. Besser für die Liquidität ist sowas eben.

Aber das ist ja kein neues

Aber das ist ja kein neues Modell und hat auch nicht zwingend etwas mit der Cloud zu tun. "Die Cloud" entwickelt sich ja mehr und mehr zum Synonym für Software-Dienste die übers Netz bezogen werden. Danach war mein uralter Freenet-Account dank Webmailing auch schon in der "Cloud", lange bevor der Begriff überhaupt geprägt wurde. Oder nimm einen angemieteten MS Exchange, der bei irgendeinem Hoster rumsteht, etc. pp.

Welchen Kostenvorteil hat nun aber ein Office-Paket in der Cloud, wo es auch kostenlose Produkte gibt, die ich sogar nutzen kann, wenn ich gerade nicht im Netz hänge. Das wiederum kann kein einziges Google-Produkt und damit kann ich ChromeOS nur dort einsetzen, wo dauerhaft eine annehmbare Internet-Verbindung besteht. Wir haben hier eine Reihe von Kunden deren Vertriebler alle Nase lang dumm aussehen, mit ihren Netbooks und 3G-Sticks, weil die Netzabdeckung nichtmal in Deutschland 100%ig ist (vor allem nicht in annehmbarer Qualität), geschweige denn in Polen, Bulgarien, Lettland, ...

Im Grunde genommen ist ChromeOS nichts anderes als eine webbasierte Thin-Client-Variante. Thin-Clients haben sich aber auch nie in großem Stil durchgesetzt, obwohl stationär entsprechende Bandbreiten zu den eigenen Servern bereitstanden und -stehen.

Alter Wein in neuen Schläuchen.

Ich muss beim Thema Cloud

Ich muss beim Thema Cloud immer an die Zeit denken, als in meiner Schule noch Terminals mit Anbindung ans KGRZ (Komunale GebietsRechenZentrum) standen. Das war kurz, bevor ich Informatikunterricht auf Apple II hatte, so ca. 1982

Mit viel Mühe hat man dafür gesorgt, dass jeder Anwender die nötige Rechenkapazität auf/unter dem Schreibtisch stehen hat, nur um jetzt wieder in die andere Richtung zu gehen

Wobei ein Aspekt wirklich sinnvoll ist - das egal-wo-und-mit-welchem-gerät-immer-die-identische-oberfläche-haben.

Richtig. Es kann Sinn machen

Richtig. Es kann Sinn machen wenn Daten / Systeme über unterschiedliche Geräte und Leitungen / Standorte hinweg verfügbar sein müssen und VPN aus welchen Gründen auch immer keine oder eine schlechtere Option ist.

Ein Kunde von uns hat sein SAP jahrelang redundant in zwei benachbarten Werken für die hiesigen Niederlassungen btrieben. Dann wurden noch Werke in Asien, Nordamerika, .. mit angebunden und irgendwann hat die Technik gesagt "machen wir nicht mehr", weil sich hier keiner 24/7 Support selbst ans Bein binden wollte. Dann lagert man sowas eben auf spezialsierte Dienstleister und deren Rechenzentren aus..

Ob man aber nun alles was hinter der eigenen Internet-Anbindung liegt nun als "Cloud" bezeichnen muss? Wolken haben die Eigenschaft nicht zu fassen zu sein, keine klaren Formen zu haben und nicht durchschaubar zu sein. Sollte man je nach Dienst auch mal drüber nachdenken...