Voraussetzungen
- ihr habt das Debian 6 "Squeeze" Image auf eurer SD-Karte aufgespielt
- die SD-Karte ist eingesteckt
- alle notwendigen Geräte (Maus, Tastatur, Monitor) sind angeschlossen
- auch das Netzwerkkabel ist eingesteckt und euer Router vergibt automatisch per DHCP notwendige Adressen (das ist die Standardeinstellung praktisch aller Router)
Geprüft mit
- Debian 6 "Squeeze" Image für den Pi vom 19.04.2012
- Der erste Login
- Schaltet den Monitor und ggf. das Netzteil des USB-Hubs (wenn verwendet) ein.
- Startet den Pi, indem ihr ihn mit Strom versorgt.
- Wenn das System soweit mit dem Hochfahren fertig ist, müsst ihr erst Benutzernamen pi und dann das zugehörige Passwort raspberry eingeben und direkt dahinter ohne Leerzeichen RETURN (auch ENTER genannt) drücken.
Bedenkt, im Auslieferungszustand geht das System von einer englischen Tastatur aus. Y und Z sind hier im Vergleich zum deutschen Tastatur-Layout vertauscht. Ihr müsst also statt raspberry tatsächlich raspberrz eintippen. Eure Passworteingabe erfolgt blind, ihr sehr also nicht was ihr tippt und es erscheinen auch keine Platzhalter á la "*****", wie ihr sie vllt. vom Online-Banking oder ähnlichem kennt. Lasst euch davon nicht irritieren.
- Erstmal updaten
- Gebt sudo apt-get update ein. Kommandoeingaben schließt ihr immer mit RETURN ab, um den Befehl ausführen zu lassen.
Das System aktualisiert nun seine Datenbank mit verfügbaren Paketen für das System aus dem Internet. - Gebt sudo apt-get upgrade ein. Die Rückfrage "Do you want to continue [Y/n]?" bestätigt ihr einfach mit RETURN. Da "Y" vorausgewählt ist (man sieht es daran, dass es groß geschrieben ist), wird nun der Downloadvorgang gestartet. Der Pi ist nun eine Weile damit beschäftigt die installierten Pakete mit den aktuellsten Versionen aus dem Internet zu ersetzen.
- Gebt sudo apt-get update ein. Kommandoeingaben schließt ihr immer mit RETURN ab, um den Befehl ausführen zu lassen.
- Deutsche Texte
Dies sorgt dafür, dass das System die hinterlegten Texte bald (etwas Geduld ;-) ) in Deutsch ausgibt.- Gebt sudo dpkg-reconfigure locales ein.
- Navigiert mit den Pfeiltasten. Wählt "en_GB.UTF-8" mit der Leertaste ab und "de_DE@UTF-8" mit der Leertaste aus. Drückt RETURN um automatisch mit <Ok> zu bestätigen und in den nächsten Dialog zu gelangen.
- In der folgenden Rückfrage die Auswahl per mit der Pfeiltaste von "None" auf "de_DE@UTF-8" setzen und mit RETURN bestätigen.
- Das Tastatur-Layout umstellen
Auf einer deutschen Tastatur mit britischem Layout zu tippen ist sehr nervig, weil man keine Sonderzeichen findet. Das stellen wir nun um.- Gebt sudo dpkg-reconfigure keyboard-configuration ein.
- Für eine gewöhnliche deutsche Tastatur kann die Voreinstellung "Generic 105-key (Intl) PC" einfach übernommen werden (mit RETURN bestätigen).
- Im nächsten Dialog mit der Pfeiltaste heruntergehen auf "Other" gehen und RETURN drücken.
- Im dritten Dialog von "United Kingdom" per Pfeiltaste hochgehen bis "Germany" hervorgehoben ist. Nun RETURN drücken.
- Im folgenden Dialog passt in der Regel das Auswählen von "Germany" (ohne alles) und - ihr ahnt es schon - ihr drückt RETURN.
- Nun wählen wir nochmal "Germany" (ist vorausgewählt) und gehen wieder mit RETURN weiter.
- Die Frage nach der taste für die AltGr-Funktion beantworten wir, indem wir nichts weiter tun, als per RETURN weiterzugehen ("The default for the keyboard layout" ist vorausgewählt).
- Im nächsten Dialog gehen wir auch einfach mit RETURN durch ("No compose key" ist ausgewählt).
- Nun werden wir gefragt ob "Control-Alt-Backspace" (der von Windows bekannte sog. "Affengriff" aus Strg-Alt-Entf) den X Server beenden soll, wenn dieser läuft. Das kann nützlich sein, wenn er sich mal aufgehängt hat, darum wechseln wir mit TAB oder den Pfeiltasten auf <Yes> und gehen wir mit RETURN weiter.
- Die Zeitzone einstellen
Wir sind ja hier nicht auf der Insel.. ;-)- Gebt sudo dpkg-reconfigure tzdata ein.
- "Europe" mit RETURN bestätigen.
- Von "London" auf "Berlin" umstellen.
- Neu starten
Ein Linux-System muss nicht wie Windows für jede Änderung neu gestartet werden. Das jetzt ist aber eine Ausnahme und darum...- ... gebt ihr sudo reboot ein, um das System neu zu starten.
Das System wird nun, nach dem Neustart, die Zeichen annehmen, die ihr wie gewohnt auf der deutschen Tastatur tippt (nun also als Passwort beim Login wirklich raspberry eingeben). Textausgaben von Debian-Paketen werden nun auf Deutsch sein und die Zeit stimmt auch.
- ... gebt ihr sudo reboot ein, um das System neu zu starten.
- Firmware und Kernel updaten
Das Debian 6 Image für den Pi hatte noch keine automatische Möglichkeit den Kernel und die Firmware zu updaten. Pfiffige und engagierte User haben abgeholfen und ein Skript dafür entwickelt. Das installieren wir nun und nutzen es. Da dabei ein paar Sonderzeichen eingegeben werden, machen wir es jetzt erst, wo ihr sie auf der Tatstaur auch an gewohnter Stelle findet :-)
Macht dazu einfach der Reihe nach folgende Eingaben:- sudo apt-get install ca-certificates
- sudo apt-get install git-core
- sudo wget http://goo.gl/1BOfJ -O /usr/bin/rpi-update
- sudo chmod +x /usr/bin/rpi-update
- sudo rpi-update
- sudo ldconfig
- sudo rpi-update
- sudo reboot
Ihr habt nun ein eingedeutschtes System auf aktuellem Stand. Es emfpiehlt sich rpi-update, apt-get update und apt-get upgrade (jeweils mit einem sudo davor) alle paar Tage mal laufen zu lassen, gerade auch wenn ihr neue Sachen installiert und diese Update-Routinen an dem Tag noch nicht habt laufen lassen. Sollte das Skript rpi-update ein Update parat haben, rebootet den Pi danach mit reboot. Da das Skript nicht offiziell zur Distribution gehört sind dessen Ausgaben übrigens nur auf Englisch.

17 Kommentare
öhm ich glaub da müssen noch
Von daVirus -
öhm ich glaub da müssen noch die binutils mit installiert werden
Ich habe die Anleitung auf
Von Alexander Langer -
Ich habe die Anleitung auf Basis einer kompletten Neuinstallation geschrieben. Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass noch etwas fehlt.
ah ok, hatte den teil nur in
Von daVirus -
ah ok, hatte den teil nur in dem rpi-update script gefunden, von daher dacht ich wird er da dann maulen das das fehlt, aber wenn das so geht is ja ok :D
Wenn das Skript wie hier
Von Alexander Langer -
Wenn das Skript wie hier manuell installiert wird, wird durch den Check gewährleistet, dass die Paketabhängigkeiten wenigstens ausgegeben werden, damit User nachinstallieren können. Die binutils enthalten eine Reihe von Tools für die Entwicklung auf Unix-Systemen. Am wichtigsten sind sicher der Linker ld und der Assembler as.
Hast du z.B. einen C-Compiler auf dem System, kannst du sicher sein, dass die binutils auch da sind. Und da der Pi ja auch zur Entwicklung gedacht ist, gehört sowas eh zum Grundumfang der größeren allgemein gehaltenen Distro-Images für den Pi. Für Raspbmc & Co. muss das nicht zwingend gelten.
@ Alexander Langer
Von Kürbis -
@ Alexander Langer
Hallo, mein Pi ist endlich auch angekommen. Natürlich gleich die erste Frage
in der Anleitung bei Firmware und Kernel updaten ist die Zeile c für mich unverständlich.
In der original Anleitung oben, wird diese Zeile bei mir als Link angezeigt und zwischen 1BOfJ und -O sieht man bei mir ein Symbol wie ein Pfeil nach oben.
Soll ich die Zeile so übernehmen wie ich sie hier eingefügt habe ??
sudo wget http://goo.gl/1BOfJ -O /usr/bin/rpi-update
oder gehört dieser Pfeil auch dazu ?
Gruß
Die Verlinkung findet statt,
Von Alexander Langer -
Die Verlinkung findet statt, weil das System dieser Website Links automatisch erkennt und verlinkt. Den Pfeil setzt es automatisch dahinter, weil es sich um einen externen Link handelt, der auf Inhalte außerhalb dieser Site zeigt. Beides braucht nicht beachtet zu werden, wenn man Eingabezeilen o.ä. übernimmt.
Diese Anleitung bezieht sich allerdings auf Debian 6 (Squeeze). Bist du sicher, dass du da das auf deinem Pi installiert hast / verwenden willst?
ich habe zwar raspberry OS
Von Kürbis -
ich habe zwar raspberry OS drauf, aber ich möchte Debian draufmachen... wie ich gelesen habe ist Debian das beste für PI... oder was empfehlst du mir ??
PS: Ich möchte meinen PI als Stream-Empfänger benutzen. Deshalb meine Suche nach einem guten Mediaplayer, der auch mms abspielen sollte.
Gruss
Hallo Kürbis,
Von Alexander Langer -
Hallo Kürbis,
also ein "Raspberry OS" gibt es nicht. Du meinst vermutlich Raspbian und das ist ein aktuelles Debian und derzeit auch die emfpohlene Linux-Distribution für den Pi.
Steht zumindest Raspberry pi
Von Kürbis -
Steht zumindest Raspberry pi OS auf der Etikette :-)
Deine Bemerkung in der obigen Antwort hat mich irritiert...
Also wenn Raspbian ein aktuelles Debian ist, müsste ja deine Anleitung dazu auch passen !?? oder nicht ??
Oder gibt es auch Unterschiede zwischen den Debians ???
Abgesehen davon, daß es verschiedene Plattformen gibt, müsste ja die Sprache das selbe sein oder nicht ??
Fragen über Fragen :-)
Gruß
Raspbian ist eine Version
Von Alexander Langer -
Raspbian ist eine Version Debian 7 und da sieht der Installationsvorgang deutlich einfacher aus, als das noch beim nackten Debian 6 für den Pi war. Die passende Anleitung ist daher diese:
Grundinstallation mit raspi-config
So langsam kommt Licht in die
Von Kürbis -
So langsam kommt Licht in die Dunkelheit :-)
Danke
Welches OS wird von Werk aus
Von Kürbis -
Welches OS wird von Werk aus geliefert.
Hallo, seit dem ich meinen PI habe versuche ich einigermaßen durchzublicken. Allerdings weiß ich immer noch nicht was ich für ein Image drauf habe. Oben schrieb @Alexander Langer, daß ich höchswahrscheinlich Raspian drauf habe, wenn ich aber nach Grundinstallation mit raspi-config vorgehe, nimmt der PI die befehle nicht an. "Kommando nicht gefunden". Mit der anleitung "Debian 6 "Squeeze" Grundinstallation" konnte ich wenigstens Tastatur, Sprache und Datum Änderungen vornehmen.
Ich habe bestimmt wieder einen Denkfehler. Für einen Tip wäre ich sehr dankbar.
Ah übrigens... unter "Welches Betriebssystem läuft auf dem Raspberry Pi?" steht folgendes:
Anbei eine kleine Liste von Betriebssystemen für den Pi:
ist XBMC jetzt auch ein Betriebssystem ???
Fragen über Fragen :-)
Gruß
XBMC gibt es auch als
Von Alexander Langer -
XBMC gibt es auch als Distribution für den Pi. Wie die Leute ihre Distros nennen ist ihr Ding und über die Definition eines Betriebssystems kann man sich lange auslassen. Ist ein Browser notwendiger Bestandteil eines Betriebssystems? Oder ein Editor? Oder kleine Spiele? Oder ein Media-Player? Nein, wohl nicht. Ist aber alles dabei, wenn ich Windows installiere (oder Mac OS X, oder oder oder). Aber das nur am Rande.. ;-)
Warum installierst du dir nicht einfach ein Raspbian-Image auf deine SD-Karte? Dann weißt du mit Sicherheit, was du drauf hast.
und Raspian rockt ;) und dann
Von deepnight -
und Raspian rockt ;) und dann OpenELEC dazu :D
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wer sich einbildet etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.
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Problem mit rpi-update
Von macurb -
Hallo,
vielen Dank erstmal für die gute Erklärung der 'ersten Schritte', die ich auch soweit erfolgreich anwenden konnte (besonders das QWERTZ Tastaturlayout ist sehr hilfreich ;-) ).
Das einzige, was ich nicht hinbekomme, ist beim Firmware und Kernal update (7.) der Punkt c) sudo rpi-update.
Ich erhalte hier nur ein '1: Sytax error: redirection unexpected'
Alle Befehle davor scheinen funktioniert zu haben.
Kann mir eventuell jemand helfen bzw. erklären, was es mit dem Fehler aufsich hat?
Danke, macurb
kann local nicht auf Deutsch stellen
Von NewBee -
Hi,
ich habe das Problem, dass ich bei Schritt 3c nicht Deutsch auswählen kann. Es steht weiterhin nur gb zur auswahl.
Kann hier jemand helfen? Version ist diese:
2013-02-09-wheezy-raspbian
Unrecognised software version: Linus raspbmc 3.6.11 #2
Von markus_s -
wie oben schon erwähnt, kam es nach installation des scripts rtl8188cus zu einem abbruch, aufgrund der fehlermeldung: Unrecognised software version: Linus raspbmc 3.6.11 #2 PREEMPT. was soll ich nun tun ? danke für eure hilfe.