Derzeit gibt es noch keine offizielle Linux-Client-Anwendung für Google Drive und dementsprechend auch keine für den Pi. Wer statt des Webbrowsers lieber ein Kommandozeilentool nutzen möchte, etwa zur automatisierten und unbewachten Synchronisation von Daten mit Googles Online-Speicher, kann auf den Open Source Client grive zurückgreifen. Dieser muss dazu jedoch manuell kompiliert werden, da er nicht Bestandteil eines Repositorys ist. Die folgenden Befehle bewerkstelligen genau dieses und wurden auf einem Raspbian Wheezy System auf dem Pi erfolgreich getestet.
Ich gehe hier davon aus, dass der Benutzer sich in seinem Home-Verzeichnis befindet. Das ist nach dem Login auf der Shell standardmäßig der Fall. Zunächst installieren wir einige benötigte Programme und Bibliotheken. Das geht auch in einer Zeile, so finde ich es aber übersichtlicher:
sudo apt-get install git
sudo apt-get install cmake
sudo apt-get install build-essential
sudo apt-get install libgcrypt11-dev
sudo apt-get install libjson0-dev
sudo apt-get install libcurl4-openssl-dev
sudo apt-get install libexpat1-dev
sudo apt-get install libboost-filesystem-dev
sudo apt-get install libboost-program-options-dev
sudo apt-get install binutils-dev
Nun besorgen wir uns den aktuellen Sourcecode von grive und kompilieren ihn:
git clone https://github.com/Grive/grive.git
cd grive
cmake .
make
Nun erstellen wir uns ein Verzeichnis names myGoogleDrive in unserem Home-Verzeichnis, das wir mit unserem Google-Drive-Account synchronisieren wollen, kopieren das grive-Tool dorthin und wechseln in das Verzeichnis:
mkdir ../../myGoogleDrive
sudo cp ./grive/grive ../../myGoogleDrive
cd ../../myGoogleDrive
Einmalig müssen wir nun diesen Aufruf machen:
./grive -a
Grive spuckt daraufhin eine URL aus, die wir in unser Google Konto eingeloggt aufrufen müssen und von wo wir einen Authentifizierungskey erhalten, den wir in grive eingeben müssen. Geben wir diesen komplett ein synchronisiert grive das Verzeichnis direkt.
Um zukünftig zu synchronsieren, müssen wir nur in das Verzcihnis wechseln und dort den folgenden Aufruf tätigen:
./grive
Das kann man auch automatisieren, z.B. mit einem Cron-Job. Weitere Informationen zur Nutzung von grive findet man auf der offiziellen grive-Website.

1 Kommentar
Grive für Linux ist scheinbar
Von perlian -
Grive für Linux ist scheinbar noch nicht sehr ausgereift.
Es werden lange nicht alle Daten synchronisiert
Von 4 Verzeichnisen die ich auf Google drive habe grade mal 2