Was für Zubehör brauche ich noch zum Betrieb des Pi?

Da der Raspberry Pi ein nackter Computer ist, benötigt man zum Betrieb noch die folgenden Komponenten:

  • eine SD-Speicherkarte
    Auf ihr wird das Betriebssystem aufgespielt und der Raspi speichert darauf seine Anwendungsdaten wie ein PC seine Festplatte. Hat man keine fertig für den Raspberry Pi bespielte SD-Karte (aktuell, 03.03.2012, gibt es noch keine fertig bespielten Karten), muss man von einem PC aus mit einem SD-Kartenleser eine der verfügbaren Betriebssystem-Image-Dateien für den Pi aufspielen. Dann benötigt man also auch noch einen Rechner mit Internetzugang und einen SD-Kartenleser.
    Mit Sd- und Micro-SD-Karten aus aktueller Produktion und modernen Herstellungsprozessen kann es zu Inkompatibilitäten kommen. Eine Richtschnur bieten wir mit unserer Aufstellung kompatibler SD-Karten. Auch diese kann aber keine 100%ige Richtigkeit versprechen. Für mehr Informationen kann man sich in SD-Karten für den Raspberry Pi einlesen.
  • ein Netzteil mit Micro-USB-Anschluss oder ein Adapterkabel auf Micro-USB
    1. Hier können die mittlerweile in der EU standardisierten Handy-Netzteile mit Micro-USB-Stecker verwendet werden. Diese liefern alle die erforderliche Spannung von 5V. Man muss aber darauf achten, dass sie auch einen ausreichend hohen Strom von abgeben. Das Raspberry Pi Modell A benötigt 500mA, das Modell B 700mA. Mit einem 1000 oder 1200mA-Netzteil ist man also auf der sicheren Seite. Mit etwas Glück hat man schon das passende Netzteil als Ladegerät für sein Handy oder Smartphone oder seine aufladbare Maus im Haushalt.
      Auf der sicheren Seite ist man mit einem ausreichend dimensionierten Schaltnetzteil mit USB-Adapter, das kann man auch noch für diverse andere Geräte im haushalt einsetzen.
    2. Alternativ kann man den Raspi auch über einen anderen Rechner mit Strom versorgen, wenn dieser einen USB-3.0-Port hat, denn diese müssen laut Spezifikationen 900mA liefern können. Ein gewöhnlicher USB-2.0-Port reicht meist nicht, da er nur 500mA liefert (manche liefern aber auch mehr). Die Ausnahme machen USB-2.0-Anschlüsse an Apple Mac Computern etwa ab Baujahr 2007, die zum Laden von iPhone & Co. bis zu 1100mA liefern.
      Zu beachten ist, dass auch bei einem USB 3.0 Port ein Micro-USB 2.0 Kabel benötigt wird, da der Micro-Adapter an USB 3.0 Kabeln ein anderes Format hat.
    3. Es gibt auch mobile USB-Netzeile, wie den RAIKKO USB AccuPack 5200, die einen eingebauten Akku oder ein Batteriefach haben. Mit ihnen kann man den Pi auch ohne Steckdose und Rechner mit Strom versorgen.
  • einen Monitor oder ein Fernsehgerät
    Dieser kann digital direkt mit einem handelsüblichen HDMI Kabel angeschlossen werden. Hat der Monitor / Fernseher statt HDMI nur einen DVI-D-Anschluss, benötigt man einen Adapterstecker von HDMI auf DVI-D, bzw. ein Adapterkabel. Analoge Eingänge (Composite, SCART) können direkt am Composite-Anschluss des RASPI betrieben werden oder mittels eines Adapters von Composite auf SCART.
  • eine Tastatur
    Jede Tatstatur mit USB-Anschluss sollte funktionieren. Ältere Tastaturen mit PS/2-Anschluss haben oft einen Adapter von PS/2 auf USB beiliegen (meist grün), mit dem die Nutzung möglich ist. Funktastaturen gehen nur, wenn der Funkadapter (meist Bluetooth) vom auf dem Raspi benutzten Betriebssystem unterstützt wird, also ein Treiber eingebaut ist.
  • eine Maus (optional)
    Wer eine grafische Benutzeroberfläche auf dem Raspi nutzen können will, braucht eine Maus / einen Trackball / ein Touchpad mit USB-Anschluss. Grundsätzlich sollten sie alle funktionieren, auch wenn Sonderfunktionen und Zusatztasten ggf. einen eigenen Treiber benötigen. Drahtlose Mäuse / Zeigergeräte müssen vom auf dem Raspi verwendeten Betriebssystem unterstützt werden, was aber immer dann kein Problem ist, wenn die Maus ihren eigenen Empfänger (meist ein kleiner USB-Adapter) bereits mitbringt.

 

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